Bildung für Kinder aus aller Welt & für Schulvermeider
Was hilft allen Kindern?
Wie verwirklichen wir globale Inklusion?
Zwar gibt keine Schule für all die verschiedenen Persönlichkeiten, die sich auf der Welt frei entfalten. Aber jedes Kind hat eine Sehnsucht danach, die Welt und sich selbst zu erleben und zu verstehen, selbst die Schulvermeider, die oft ohne Abschluss ins Leben gehen.
Auch wer aus anderen Ländern zu uns kommt, vermeidet Schule, nämlich die an seinem Heimatort. Die in Eisenach relativ häufigen sog. Schulabbrecher brechen die eine oder andere Schule oder Schulform ab. Sie vermeiden nicht einen Treff mit Menschen aus aller Welt, wenn dieser ihren Erlebnishunger besser stillen kann als Drogen und Medien.
Wer kein Deutsch kann, ist auf eine förderliche Umgebung ebenso angewiesen wie Kinder, die auch in ihrer Muttersprache schwer lernen. Eltern, die ihre Kinder in fremde Länder zum Lernen senden, tun das nicht, weil sie sie für außergewöhnlich begabt halten. Manchmal hoffen sie auch, dass ihre Sprösslinge mit dem Bildungssystem in Mitteleuropa besser zurecht kommen als mit dem in Asien, Amerika oder Afrika.
Was auf den ersten Blick als Gegensatz erscheint, ist es also nicht: eine Bildungseinrichtung für Kinder aus aller Welt und für Schulvermeider.
Was hilft allen Kindern?
- erfolgreich lernen in erlebnisreichen Projekten (siehe auch letzte Seite)
- phantasievoll spielen ( „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Friedrich Schiller (1759-1805) Aus: Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen, 15. Brief)
- verlässliche Beziehungen (Beziehungskunde als eine zentrale Gesellschaftswissenschaft)
Was erwarten Eltern, Lehrern und die Gesellschaft darüber hinaus?
- Verlässliche Zeiten von Unterricht und Betreuung
- Kinder, die freudig und traurig, tüchtig und kreativ emotional kompetent werden
- selbständig werdende Kinder, die für sich und auch ihre Mitmenschen verantwortlich werden. Vgl. Kurt Hahn (1958) Erziehung zur Verantwortung
Damit Beziehungen, Betreuung und Unterrichtszeiten verlässlich werden, braucht es Erwachsene, die vorwiegend an Wochenenden krank werden. Vielleicht stärkten sie ihre Gesundheitskräfte indem sie als Kinder immer mal wieder krank wurden und auch seelisch einige Höhen und Tiefen erlebten.
Was ist eine gesunde, ökonomische und liebevolle Schule?
Angesichts der Covid-19 Pandemie erhält die Gesundheitsförderung ein besonderes Gewicht. Wie können Gesundheit und Grundrechte gleichzeitig gefördert werden? Eine Antwort darauf findet sich schon seit über 20 Jahren in der „Jakarta Erklärung zur Gesundheitsförderung für das 21. Jahrhundert“ vom 25. Juli 1997 (Weltgesundheitsorganisation/WHO). Darin wir Gesundheit „als ein grundlegendes Menschenrecht verstanden. Darauf basierend wird auch in dieser Empfehlung [der KMK] Gesundheitsförderung als lebenslanger Prozess und unverzichtbares Element einer nachhaltigen Schulentwicklung verstanden. Gesundheitsbewusste Menschen übernehmen Verantwortung für ihre eigene physische, psychische und mentale Gesundheit sowie die Gesundheit anderer.“1 Wer aktiv gesund werden kann, hat keine Angst vor Krankheiten. Wie der Irrtum zur Wissenschaft gehört die Krankheit zum ganzheitlichen Gesundheitsverständnis.
Die „Empfehlung zur Gesundheitsförderung“ der Kultusministerkonferenz (KMK) ergänzen wir indem wir die Tages-, Wochen- und Jahresrhythmen gemäß Biorhythmusforschung gesund gestalten. Wir können effizient und gesundheitsfördernd unterrichten dank 60-Minuten Stunden zwischen 9 und 16 Uhr, 3 mal 4-5 wöchigen Ferien anstatt von fünf kurzen und einmal langen Ferien. Das ermöglicht eine stressarme Schulzeit, die psychischen Problemen und auffälligem Verhalten vorbeugt.1 Es bleibt Zeit für ein außerunterrichtliches Leben, um frei zu spielen und die Welt und Mitmenschen zu erleben.
Kommt zu diesen Rhythmen noch ein regelmäßiger Schlaf, können wir ökonomisch unterrichten. Wir betrachten die Aufmerksamkeit von Kindern als ein knappes Gut. Daher muss nicht nur die Struktur der Schule, sondern auch jede einzelne 60-Minuten-Stunde gründlich vorbereitet sein. Nachdem sich die Kinder an den bisherigen Stoff erinnerten, sind viele nur für wenige Minuten offen für Neues. Das Neue können sie gleich nach der Einführung üben, da der Unterricht nicht nur 45 oder gar noch weniger Minuten dauert.
Indem wir jedes Kind in seiner Individualität wahrnehmen und schätzen, gehen wir liebevoll mit ihm um. Weder verhätscheln noch vernachlässigen wir die uns Anvertrauten, sondern wir geben ihnen altersgemäß genug Freiraum, damit sie die Schule verantwortungs- und selbstbewusst verlassen können:
- Wir besprechen mit den Eltern, wie sich die Kinder entwickeln, wie wir Lernhindernisse beseitigen, wann sie den Schulweg alleine meistern können etc.
- Erst machen sie wenige Aufgaben selbständig, dann planen wir den Tag, die Woche, den Monat; in den letzten Klassen können sie auch ein Schuljahr mitgestalten oder ein Projekt als Jahresarbeit in Angriff nehmen.
- Die erwähnte Beziehungskunde ist Teil der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer: Politik und Wirtschaft, Berufs- und Medienkunde, Geografie und Soziologie. Diese sind im E-Treff so wichtig wie die geistes- und naturwissenschaftlichen Fächer.
Menschenbilder und Weltanschauungen
Wer sich selbst achtet, nimmt Mitmenschen als Träger der Würde wahr. Daher wird er weder seine Weltanschauung noch sein Menschenbild anderen aufdrängen. Er wird versuchen, die verschiedenen Anschauungen von Mensch und Welt zu verstehen und in Beziehung zu bringen. Das implizieren die Menschen- und Grundrechte als Grundlage einer global inklusiven und erlebnisreichen Lernwerkstatt.
Auf- und Abschlüsse
Wer langsam lernt, Unterricht und Spiel stört oder vermeidet, profitiert ebenso von einer zukunftsbezogenen Bildung wie Hochbegabte. Der erlebnisreiche Unterricht endet nicht mit einem Abschluss, sondern mündet in lebenslanges Lernen.
Aufschlussreich werden Abschlüsse, wenn sie neben Noten auch Beschreibungen und Portfolios1 der Schüler beinhalten. Die internationalen Abschlüsse sind weltweit anerkannt, kompetenzorientiert und können auch an der Thuringia International School in Weimar, an anderen International Schools und an den Staatsschulen abgelegt werden, die das International Baccalaureate (IB oder intern. Abitur) oder IGCSE2 anbieten.
In einem Portfolio kann jeder Schüler zeigen, was er gemacht hat. Es kann als Grundlage für Gespräche bei Ausbildungsbetrieben und Hochschulen dienen. Es ist nicht beschränkt auf schulisches Lernen, sondern kann auch Fähigkeiten dokumentieren, die in Praktika, auf Reisen, in Vereinen etc. erworben wurden.
Die Portfolios einer Bildungseinrichtung sind umso aussagekräftiger, je besser die Institution mit ihrer sozialen Umwelt vernetzt ist. Daher bittet die Trägergesellschaft des E-Treffs viele Bildungsinteressierte, Praktikumsplätze anzubieten und in einem Beirat an der Qualitätsentwicklung mitzuarbeiten.
In einem ausführlichen Konzept und in Gesprächen kann das hier Angedeutete erweitert und verständlicher werden.
Praktika, Exkursionen und andere Erlebnisse
Klasse |
Praktika |
Exkursion |
Sonstige
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1 |
Schulweg meistern |
Zu Klassenkameraden wandern |
Klassenkameraden kennenlernen |
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2 |
Mit Förster Wald erkunden, in der Natur spielen |
Zu Wald und Wiesen gelangen |
Mitschüler kennenlernen |
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3 |
Bauern, Baustellen und Handwerkern helfen |
Zu Praktika gelangen |
Sich als Teil von Familie und Schule erleben |
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4 |
Tiere pflegen und beobachten |
Zoos, Wildkatzen besuchen |
Sich als Individualität fühlen |
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5 |
Gärtnern und Archäologen helfen |
Mittelpunkte Deutschlands errechnen und er-fahren |
Olympiade |
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6 |
Umwelt schützen, Abfall sammeln etc. |
Besuche von Zeugnissen alter Geschichte, z.B. Limes |
Oft neue Freundschaften |
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7 |
Forstpraktikum, z.B. im Jugendwaldheim Meißner |
Sprach- und Kulturfahrten |
In Pubertät Gut und Böse abwägen, rechtzeitig tun |
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8 |
Kunstpraktikum, z.B. in Theatern, Museen, Ateliers |
Schüler organisieren Klassenfahrten selbst |
Schauspiel proben und aufführen |
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9 |
Ökologie- bzw. Landwirtschaftspraktikum (ca. drei Wochen) |
In den Landtag, nach Buchenwald, etc. |
Freiwillig in Seniorenheimen etc. helfen |
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10 |
Feldmesspraktikum; Industrie-, Technologie- oder Bergwerkpraktikum |
nach Berlin, München etc. |
Schauspiel auf Englisch |
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11 |
Dienstleistungs- und Sozialpraktikum (ca. drei Wochen) |
Nach Prag, Straßburg, oder Brüssel (EU-Politik, Europarat); UNO in Bonn |
Politiker und Manager einladen |
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12 |
Projektarbeit, die individuelles Interessengebiet sichtbar macht |
Von Schülern organisierte Abschlussfahrt |
Projekttage gemeinsam mit anderen Schulen |
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Ehemalige |
Regelmäßige Treffen |
In die Heimatländer der Schüler fahren |
Ganzheitlich und global denken, Beruf anstreben |
Näheres im ausführlichen Profil der internationale Gemeinschaftsschule oder im Gespräch mit Dr. Johannes Hanel, Initiator des E-Treffs und Gründungsvorstand des Fördervereins für die Entwicklung von Menschen e.V., bald Wartburg Akademie (WAk) e.V. 0049 3691 708 261
Wir freuen uns über jeden, der mitmacht und Mitglied im Trägerverein wird.


